Pfarrkirche St. Blasius Oberwiesenbach

1757 hatte das Kloster Roggenburg, dem Wiesenbach gehörte, eine neue, geräumige Kirche errichten lassen. Aber bereits 1793 musste renoviert werden, da ein Teil der Fresken von Franz Martin Kuen abgestürzt war. Der Nachfolger Kuens, Konrad Huber, wurde mit den Arbeiten betraut.

So zeigt sich heute die Blasiuskirche in Oberwiesenbach im klassizistischen Kleid.

Die großen Fresken zeigen im Geist der Aufklärung Themen aus dem Leben Christi: das letzte Abendmahl im Chorraum und die Kreuzabnahme im Langhaus. Die Heiligen sind an die Wand gerückt, auch der Kirchenpatron St. Blasius. Drei Fresken an der Orgelempore erzählen von seinem Leben. An der unteren Empore entdeckt man Szenen aus der Nikolauslegende. Er ist der zweite Patron der Kirche.

Seit 1947 ergänzt statt der Kreuzigungsgruppe des 19. Jahrhunderts ein neues Hochaltarbild mit dem wiederkommenden Christus den Kirchenraum. Auch hier ist der Hinweis zu entdecken: Gott steht im Mittelpunkt. Die Heiligen sind an unserer Seite als Fürsprecher.

Auch beim Blasius-Segen heißt es darum: „Auf die Fürsprache des hl. Bischofs und Märtyrers Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“